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Mittwoch, 8. Juni 2016

Ossobuco

Mit Kochrezepten tue ich mich ja bekanntlich etwas schwer, da ich am liebsten einfach so drauf los koche. Ab und zu versuche ich jetzt aber doch mal festzuhalten, was ich so bei uns in der Küche zubereite. 

Ich werde heute damit beginnen, in unregelmäßigen Abständen, über unseren Wochenmarkt zu schreiben. Denn der Norder Wochenmarkt bietet unserer Familie die Möglichkeit, uns mit regionalen Produkten zu versorgen. Ob Kartoffeln, Äpfel, Obst, Gemüse, Käse, Fisch, Fleisch, Eier oder Honig, die Auswahl ist groß und die Qualität stimmt. Natürlich ist es hier manchmal etwas teurer, aber auch nicht bei allen Produkten. Und wenn es teurer ist, dann ist es auch gerechtfertigt, denn man bezahlt hier oft auch für eine artgerechtere Tierhandlung und für einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Umwelt. 
Seit kurzem steht hier in Norden montags und samstags ein kleiner Stand von Stefan Adena, mit Rindfleisch, Lammfleisch und Honig von seinen Tieren ganz aus der Nähe. Bereitwillig wurde mir hier jede meiner Fragen ausführlich beantwortet. Ich spürte sofort die Leidenschaft, mit der hier gearbeitet wird. Und gerade diese netten Gespräche und die kompetente Beratung machen das Einkaufen auf dem Markt aus. Besonders gefallen hat mir, dass die Tiere das ganze Jahr auf der Weide stehen dürfen. Und die Milch der Kühe bekommen ausschließlich die Kälber. Hier habe ich 2 große Beinscheiben gekauft und daraus ein Ossobuco zubereitet. 


Rezept für Ossobuco



Zutaten:

1200 g Beinscheiben 
Mehl zum Bestäuben
Olivenöl zum Anbraten
1 große Dose Tomaten
3 Möhren
3 Stangen Staudensellerie
1 Süßkartoffel (hatten wir noch zu Hause - kann man auch weglassen)
4 Zwiebeln
eventuell frischen Knoblauch (je nach Geschmack)
etwas Wasser nach Bedarf 
2 Teelöffel Senf
2 Esslöffel Tomatenmark 
1 Zweig Rosmarin
Thymian, Majoran, Oregano, Chili nach Geschmack, frisch oder getrocknet
etwas abgeriebene Zitronenschale
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Am besten schon am Vortag zubereiten und über Nacht durchziehen lassen.
Die äußere Haut der Beinscheiben einschneiden, damit sich die Fleischstücke beim Braten nicht verziehen. Das Gemüse putzen und in Würfel schneiden. Die Beinscheiben in Mehl wenden, dann gut abklopfen. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Beinscheiben goldbraun darin anbraten und anschließend in einen Bräter legen. Danach das zerkleinerte Gemüse in die Pfanne geben und anrösten. Das Tomatenmark hinzufügen und auch leicht mit anrösten. Jetzt mit den Tomaten aus der Dose ablöschen und die Kräuter, den Senf und die Gewürze hinzufügen. Alles zu dem Fleisch geben und mit Wasser so weit auffüllen, bis die Beinscheiben fast bedeckt sind. Das Ossobuco auf dem Herd ungefähr 2 Stunden schmoren lassen.

Dazu passt am besten Kartoffelbrei.

vor dem Schmoren

Dienstag, 17. Mai 2016

Keinpesto

Unsere Familie liebt Nudeln, mit einer leckeren Soße ist schnell ein super Gericht auf dem Tisch. Ein Rezept haben wir dafür meistens nicht. Und doch kommen immer wieder tolle Gerichte dabei heraus. Wie diese Basilikumsoße zum Beispiel. Es ist aber kein klassisches Pesto, daher der ungewöhnliche Name. Es ist nicht ganz so gehaltvoll wie ein Basilikumpesto, aber mindestens genauso lecker. Und für alle die sich, wie auch meine Frau, fragen, was das mit Backen zu tun hat:  
Man kann sich das Zeug auch auf eine Scheibe Brot streichen.

 

Keinpesto 


1 Becher körniger Frischkäse
1 Topf Basilikum, natürlich nur die Blätter 
1 Hand voll Cashewkerne 
3 Esslöffel Olivenöl 
50 g Parmesan frisch geriebenen 

Wasser
Salz 
Pfeffer

Alle Zutaten bis auf Wasser, Salz und Pfeffer in einen hohen Becher geben und gut pürieren. Je nach Konsistenz noch Wasser dazugeben. Mit Pfeffer und Salz abschmecken und fertig. Es kann doch alles so einfach sein!


Mittwoch, 11. Mai 2016

Grünkernbolognese



Rezept für Grünkernbolognese

 

80 g
geschroteter Grünkern
500 g
Wasser
1
Karotte
1
Staudensellerie
1
Zwiebel
1 Dose
gehackte Tomaten
2 Esslöffel
Tomatenmark

Gewürze, Gemüsebrühe, Senf und Kräuter

Salz

Pfeffer
etwas
Olivenöl

Die Zwiebel im Topf anbraten und dann den Grünkernschrot dazugeben. So lange anrösten, bis er ein wenig dunkler wird. Dann das Tomatenmark zugeben und etwas anschwitzen lassen. Mit dem Wasser ablöschen und kurz aufkochen lassen. Den dann Topf von der Platte nehmen und den Grünkernschrot ca. 20 Minuten quellen lassen.

In der Zwischenzeit das Gemüse waschen, putzen bzw. schälen und in möglichst kleine Würfel schneiden. Mit den Gewürzen und den Tomaten zum Grünkernschrot geben. Ca. 30 Minuten auf kleiner Stufe köcheln lassen.

Grünkernbratlinge




Grünkernbratlinge (etwa 30 Stück)


400 g Grünkernschrot oder Grünkernflocken
800 g kochendes Wasser

Grünkernschrot oder Grünkernflocken mit kochendem Wasser übergießen, verrühren und 8 bis 16 Stunden quellen lassen.

Möhre fein gerieben
1 Stange Lauch fein gerieben
1 Stange Staudensellerie fein gerieben
1 Ei
5 Esslöffel Haferflocken
2 Teelöffel Brühe
2 Teelöffel Senf
2 Esslöffel Tomatenmark
1 Esslöffel Sesamkörner


Gewürze:

Salz, Pfeffer, Oregano, Majoran, Thymian, Curry, Chili, Kreuzkümmel, Liebstöckel, Kardamom, Ingwer, Zimt, Muskat  – alles je nach Geschmack

Alles gut verkneten und evtl. noch Haferflocken dazugeben, bis sich die Bratlinge gut formen lassen.

In Fett (am besten Rapsöl) goldbraun braten.